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Montag, 24. Juli 2017
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28/01/2010 11:30 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Dresdner Geotechnik Seminare
Von: Dr.sc.techn. Jost A. Studer, Studer engineering

Erdbebengefährdung von Erddämmen

Gefährdungsermittlung und Beurteilung der Erdbebensicherheit


Das Erdbeben stellt eine massive Bedrohung für bauliche Anlagen und Menschenleben dar. Der Vortag gibt eine Einführung in das geotechnische Erdbebeningenieurwesen und erläutert die Mechanismen der Entstehung von Erdbeben sowie deren Beschreibung und Charakterisierung. Ein Schwerpunkt bildet die Vorgehensweise zur Bestimmung der seismischen Gefährdung an einen Standort. Die wesentlichen Ein-flussparameter und Unsicherheiten in der Gefährdungsberechnung werden vorgestellt und diskutiert. Daran wird für den Ingenieur deutlich, welche Aussagen eine probabilistische bzw. deterministische seismische Gefährdungsanalyse beinhaltet und wie deren Ergebnisse einzuschätzen und zu beurteilen sind. Standort-spezifische Bemessungsspektren sind bei Anlagen mit grösserem Gefährdungspotential, wie z.B. bei Staudämmen, Kernkraftwerken und Chemieanlagen, notwendig und können auch bei Nach-rüstungen für wirtschaftlich interessante Lösungen sinnvoll sein.

Im zweiten Teil des Vortrages wird speziell auf die Problematik des Dammbaus mit Erdmaterialien einge-gangen. Schadensbilder von Dämmen nach schweren Erdbeben werden vorgestellt und daran die Ver-letzlichkeit unterschiedlicher Dammsysteme erläutert. Von wesentlicher Bedeutung ist hierbei die Ein-schätzung des Verflüssigungspotentials des Bodens. Abschliessend wird ein verbreitetes empirisches Verfahren zur Berechnung der durch Erdbeben induzierten Gleitverschiebung eines Dammkörpers be-handelt. Anhand von Beispielen wird verdeutlicht, wie die Sicherheit eines Dammes aufgrund der ermittel-ten Verschiebungen einzuschätzen ist.

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