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Mittwoch, 22. November 2017
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14/11/2010 19:56 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Dresdner Geotechnik Seminare
Von: Adnan al Saadi, GTC Nord GmbH & Co. KG

Geotechnik und Bodenerkundung

Adnan al Saadi, GTC Nord GmbH & Co. KG


Zusammenfassung

Die GTC Nord GmbH & Co. KG führt gemäß der DIN Normen für die Erkundung und Untersuchung des Baugrunds vielfältige Bodenerkundungen mittels direkter und indirekter Aufschlüsse durch.

Neben Rammkernsondierungen, Rammsondierungen, in-situ Versickerungstests sowie Bohrungen stellt die Bodenerkundung mittels Drucksondierungen den wesentlichen Bestandteil des Betätigungsfeldes der GTC Nord dar.

Die Drucksondierung oder auch CPT (Cone Penetration Test) ist ein zügiges, exaktes, zuverlässiges und damit wirtschaftliches Verfahren zur Baugrunderkundung.

Durch das erschütterungs- und kompressionsfreie Eindrücken einer Sondierspitze in den Boden ist eine cm genaue Bestimmung der im Untergrund angetroffenen Horizonte bezüglich Mächtigkeit und Tiefe möglich. Hierzu wird eine hydraulische Einheit zum kraftvollen Eindrücken und Ziehen des Sondiergestänges benötigt. Da diese in der Regel bis zu 200 kN (entspricht 20 t) Druckkraft entwickeln, ist eine Montage auf einem entsprechenden Trägergerät als Gegengewicht erforderlich.

Hierzu kommen in der GTC Allrad-LKWs, Sondierraupen mit Kettenfahrwerk sowie Bagger gestützte Plattformen zum Einsatz. Diese Einheiten wurden allesamt in den Niederlanden, dem „Mutterland" der Drucksondiertechnik, im Jahre 2009 hergestellt. Maßgeblich hierbei sind die Geländetauglichkeit sowie ein ausreichendes Eigengewicht, um die volle Druckkraft entwickeln zu können. Auch eine Einheit für Häfen, Flüsse, Seen oder küstennahe Erkundungen bis 25 m Wassertiefe steht der GTC zur Verfügung.

Aufgrund verschiedener Sondierspitzen sind vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten zur Ermittlung verschiedenster Parameter möglich. Neben der elektronischen, kontinuierlichen Aufzeichnung von Spitzendruck (qc), Mantelreibung (fs) und Abweichung der Sondierspitze vom Lotrechten können zusätzlich der dynamische Porenwasserdruck inkl. Dissipationstests (durch CPTU), die Temperatur (durch CPTT) sowie Schwingungen im Untergrund (durch SCPT) ermittelt werden. Auch die Durchführung von Feldflügelsondierversuchen und das Einrichten von dauerhaften Piezometermessstellen ist Bestandteil der Einsatzmöglichkeiten unserer Drucksondiertechnik.

Neben den Aussagen über den Schichtaufbau werden zeitgleich die Lagerungsdichte bzw. Konsistenz der angetroffenen Horizonte ermittelt. Durch die zusätzlichen Messverfahren sind Angaben über eine Vielzahl weiterer, bodenmechanisch relevanter Parameter und Bodenkennwerte möglich.

Diese bilden die Grundlage zur Erstellung von Boden- und Gründungsgutachten sowie Kartierungen und erfüllen hierbei die neuesten Standards der Geotechnik.